Mihcael Fassbender © Getty Images
Der Schauspieler wagte sich an eine Figur von Shakespeare
Michael Fassbender zeigt sein Können in der Verfilmung des berühmten Shakespeare Werkes an der Seite von Marion Cotillard
Bei Michael Fassbender muss man sich fragen – gibt es etwas, was er nicht spielen kann? Seine Rollen bisher waren unglaublich vielseitig: Sei es als IRA-Mitglied in „Hunger“, als Sexsüchtiger in „Shame“, als Sklavenbesitzer in „12 Years a Slave“ (alle drei sind Filme von Steve McQueen), oder aber als Musiker in „Frank“, der sein Gesicht hinter einem Pappkopf versteckt, als britischer Offizier in „Inglourious Basterds“, als „Lawrence von Arabien“-Besessener Android in „Prometheus – Dunkle Zeichen“ (ein eher schlechter Film, aber allein seinetwegen sehenswert), oder gar als Magneto in Blockbustern wie der „X-Men“-Filmreihe. Einer meiner persönlichen Favoriten – ok, fein, ich gebe zu, ich mag fast alles mit ihm – ist „Fish Tank“. In den US-Kinos ist Fassbender momentan als Steve Jobs zu sehen (dazu mehr, wenn der Film in Europa startet). Kritiker stehen mit ihrem Lob für den deutsch-irischen Schauspieler nicht alleine da. Auch seine Kollegen sind immer vollen Lobes für ihn, die Regisseure stehen Schlange, um mit ihm zu arbeiten. Nicht selten wird er als bester Schauspieler seiner Generation bezeichnet.
Wie lautet das Ergebnis? Die Kritiken sind teilweise gemischt, aber die britische Presse zeigt sich begeistert. „Fassbender ist hierfür geboren“, so zum Beispiel der „Telegraph“. „The Guardian“ sagt, Marion Cotillard als Lady Macbeth und Fassbender seien ein „Dreamteam, das pur kopfgesteuertes Charisma verbreitet“. Auch in den USA wird der Film von Kritikern gelobt (Der Film startet hier erst im Dezember und es gibt nur vereinzelt Kritiken vom Cannes Film Festival. Deshalb habe ich selbst den Film bisher auch noch nicht gesehen.).
Marion Cotillard und Michael Fassbender © Getty Images
Gerade das Lob aus dem Land von Shakespeare dürfte Musik in den Ohren des Regisseurs Justin Kurzel sein. Immerhin gibt es insgesamt 420 Verfilmungen von Shakespeare. Kurzels „Macbeth“ ist insgesamt die 15. Version. Es war also klar, dass es mit anderen Werken verglichen werden würde, von Theater-Inszinierungen mal ganz zu schweigen. Und die Briten würden diesen Film und die Akzente der Schauspieler auseinandernehmen wie kein anderes Land – doch insgesamt gaben sich die Kritiker eher positiv. Dabei hat der Australier erst einen Feature Film gedreht und noch nicht viel vorzuweisen: „Die Mörder von Snowtown“ aus dem Jahr 2011 erzählt die Story eines 16-jährigen, der in grausame Morde in einer Stadt in Australien hineingezogen wird.
Das Werk beeindruckte die Branche. Kurzel zog nach London, um an anderen Projekten zu arbeiten (er drehte zum Beispiel Musikvideos und war am Theater für das Szenebild verantwortlich), als ihm ein Produzent das Skript für „Macbeth“ gab und sagte, dass Fassbender schon an Bord sei. „Es war die Kombination aus beidem. Das Drehbuch war sehr cineastisch und weniger ein Theaterstück. Das hat mich begeistert und auch neugierig gemacht“, so Kurzel. Das Witzige war, dass Kurzel Fassbender schon ein Jahr zuvor begegnet ist und die beiden hatten damals beschlossen, gemeinsam zu arbeiten. Daher war der Regisseur doppelt begeistert. Er sieht seine Version von „Macbeth“ als eine Art Western, denn er drehte vieles auf dem Schlachtfeld (Szenen wurden in England und Schottland aufgenommen) und zeigt die grausamen Fassaden des Krieges. Deshalb leidet Macbeth an einer Psychose, da er als Krieger so viel Elend gesehen hat – ähnlich wie ein Kriegssoldat.
„Wir wussten, wir haben nur eine Chance und dann ist alles auf Film festgehalten“, sagte Fassbender in einem Interview über die Dreharbeiten. Es ist eine Herausforderung sich an ein Shakespeare-Stück zu wagen, „also war ich so gut wie ich kann vorbereitet!“, so der Hauptdarsteller. Über seine Kollegin Marion Cotillard bemerkte er: „Sie ist die beste Schauspielerin im Business. Sie bringt eine Anmut in jede Rolle, die sie spielt. Gleichzeitig ist sie sehr menschlich und bringt dem Zuschauer den Charakter näher.“
Die Zusammenarbeit scheint ziemlich gut geklappt zu haben und alle scheinen mit dem Ergebnis zufrieden zu sein. Denn die drei – Kurzel, Fassbender und Cotillard – arbeiten gerade wieder zusammen. Sie drehen an verschiedenen Orten in Europa „Assassin´s Creed“, einen Film, der auf einem sehr coolen Videospiel basiert. Der Filmstart ist für Ende 2016 geplant.
Diese Woche startet „Macbeth“ in den österreichischen Kinos. Eine Rolle in einem Shakespeare Stück ist für einen Schauspieler immer eine Herausforderung und eine Art Adelung zugleich. Einmal Hamlet, Romeo oder Macbeth sein – das ist ein Traum, denn man schlüpft in die Fußstapfen der Besten wie zum Beispiel Orson Welles (er verfilmte Stücke mit sich selbst in der Hauptrolle). Dessen war sich auch Michael Fassbender bewusst: „Das ist Shakespeare. Wohl das Beste, was Texte angeht.“
Marion Cotillard und Michael Fassbender © Getty Images
Gerade das Lob aus dem Land von Shakespeare dürfte Musik in den Ohren des Regisseurs Justin Kurzel sein. Immerhin gibt es insgesamt 420 Verfilmungen von Shakespeare. Kurzels „Macbeth“ ist insgesamt die 15. Version. Es war also klar, dass es mit anderen Werken verglichen werden würde, von Theater-Inszinierungen mal ganz zu schweigen. Und die Briten würden diesen Film und die Akzente der Schauspieler auseinandernehmen wie kein anderes Land – doch insgesamt gaben sich die Kritiker eher positiv. Dabei hat der Australier erst einen Feature Film gedreht und noch nicht viel vorzuweisen: „Die Mörder von Snowtown“ aus dem Jahr 2011 erzählt die Story eines 16-jährigen, der in grausame Morde in einer Stadt in Australien hineingezogen wird.
Das Werk beeindruckte die Branche. Kurzel zog nach London, um an anderen Projekten zu arbeiten (er drehte zum Beispiel Musikvideos und war am Theater für das Szenebild verantwortlich), als ihm ein Produzent das Skript für „Macbeth“ gab und sagte, dass Fassbender schon an Bord sei. „Es war die Kombination aus beidem. Das Drehbuch war sehr cineastisch und weniger ein Theaterstück. Das hat mich begeistert und auch neugierig gemacht“, so Kurzel. Das Witzige war, dass Kurzel Fassbender schon ein Jahr zuvor begegnet ist und die beiden hatten damals beschlossen, gemeinsam zu arbeiten. Daher war der Regisseur doppelt begeistert. Er sieht seine Version von „Macbeth“ als eine Art Western, denn er drehte vieles auf dem Schlachtfeld (Szenen wurden in England und Schottland aufgenommen) und zeigt die grausamen Fassaden des Krieges. Deshalb leidet Macbeth an einer Psychose, da er als Krieger so viel Elend gesehen hat – ähnlich wie ein Kriegssoldat.
„Wir wussten, wir haben nur eine Chance und dann ist alles auf Film festgehalten“, sagte Fassbender in einem Interview über die Dreharbeiten. Es ist eine Herausforderung sich an ein Shakespeare-Stück zu wagen, „also war ich so gut wie ich kann vorbereitet!“, so der Hauptdarsteller. Über seine Kollegin Marion Cotillard bemerkte er: „Sie ist die beste Schauspielerin im Business. Sie bringt eine Anmut in jede Rolle, die sie spielt. Gleichzeitig ist sie sehr menschlich und bringt dem Zuschauer den Charakter näher.“
Die Zusammenarbeit scheint ziemlich gut geklappt zu haben und alle scheinen mit dem Ergebnis zufrieden zu sein. Denn die drei – Kurzel, Fassbender und Cotillard – arbeiten gerade wieder zusammen. Sie drehen an verschiedenen Orten in Europa „Assassin´s Creed“, einen Film, der auf einem sehr coolen Videospiel basiert. Der Filmstart ist für Ende 2016 geplant.
Julide Tanriverdi
Fragen? Kommentar? Ideen? Schreiben Sie eine E-Mail an Julide unter holodeck@interzonenews.com
Hier geht es zum Lebenslauf von Michael Fassbender.
Hier geht es zum Lebenslauf von Marion Cotillard.
The post Fassbender begeistert diesmal als Macbeth appeared first on BESSER - das Hollywood-Magazin.
via Chebli Mohamed
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