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Das Independent Film Festival mitten im Skiressort in Park City, US-Staat Utah hat begonnen. Wir stellen 10 Filme vor, die interessant sein könnten.
Am Donnerstag startete zum 30. Mal das Sundance Film Festival, das einst von Schauspieler Robert Redford gegründet wurde. In Park City kämpfen jedes Jahr Filmemacher von Independent Filmen – also Filmen, die ohne Studiogeld gemacht wurden – um die Gunst von Studios und Kritikern. Die große Hoffnung ist, dass das unabhängig finanzierte Werk von einem Studio gekauft wird und somit einen Vertriebsweg bekommt und in den Kinos landet. Wer in Sundance für Gesprächsstoff sorgt, kann zu einem Star werden – egal, ob man ein junger Schauspieler ist oder ein Regisseur mit seinem ersten Film. So erging es zum Beispiel Michael B. Jordan, als er mit dem Film „Nächster Halt: Fruitvale Station“ alle Blicke auf sich zog – und heute ist er der Hauptdarsteller in „Creed“. Auch Filme wie „Whiplash“ und „Beasts of the Southern Wild“ sorgten in der Vergangenheit für Oscar-Buzz.
Während der Gewinner des vergangenen Jahres „Ich und Earl und das Mädchen“ zu einem Flop am Boxoffice wurde, erregten andere Filme des Festivals wie „The Diary of a Teenage Girl“, „Dope“ und „Brooklyn – Eine Liebe zwischen zwei Welten“ (drei Oscar Nominierungen!) viel Aufmerksamkeit. In den nächsten 10 Tagen werden Filmemacher und Jungschauspieler versuchen in deren erfolgreichen Fußstapfen zu treten. Flirten mit Schneehasen ist wahlweise (aber wird selten ausgelassen).
Ich stelle Ihnen 10 Filme vor, die möglicherweise zu den interessanten Kandidaten gehören könnten – in keiner bestimmten Reihenfolge:
© Courtesy of Sundance Institute
Der Regisseur Taika Waititi aus Neuseeland mit dem lustigen Namen fiel 2007 auf dem Festival auf, als er seinen Komödie „Eagle Versus Shark“ zeigte. Danach zeigte er 2010 den sentimentalen Film „Boy“. 2014 sorgte er wieder für Lacher mit der Mockumentary „What We Do in the Shadows: Interviews with Some Vampires“. Das alles reichte den Studios, um sein Talent zu erkennen: Waititi wird in dem nächsten „Thor: Ragnarok“ Regie führen. Holla! Doch bevor er das viele Studiogeld ausgeben darf, zeigt er beim Sundance „Hunt For the Wilderpeople“. Es ist die Story eines Jungen namens Ricky (Julian Dennison), der eine neue Pflegefamilie bekommt und diese sehr mag. Als er allerdings an eine andere Familie weitergegeben werden soll, flieht er mit Onkel Hec (Sam Neill) in den Busch in Neuseeland. Eine Jagd auf die Flüchtlinge beginnt.
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Dieser Film ist der Nachfolger von „Tusk“ von Regisseur Kevin Smith. Seine eigene Tochter und Lily-Rose Melody Depp, Tochter von Johnny Depp, spielten im Film wichtige Rollen. In „Yoga Hosers“ sind somit Rollen größer und der Nachwuchs hat die Möglichkeit aus dem Schatten ihrer Väter zu treten. Ob das mit der Story um junge Yoga-Fanatiker gelingen kann?
Schauspieler Nate Parker hatte Rollen in „Arbitrage – Macht ist das beste Alibi“, „Red Hook Summer“ und „The Saints – Sie kannten kein Gesetzt“. Doch mit seinem Regiedebut backt er alles andere als kleine Brötchen: Er schrieb das Drehbuch, produziert, spielt mit und führt eben auch Regie. Der Stoff ist auch ziemlich ehrgeizig: Es geht um den Sklaven Nat Turner, der eine Revolution im Jahre 1831 in Virginia anzettelte um Schwarze zu befreien. Armie Hammer und Jackie Earle Haley sind ebenfalls dabei.
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Wollten Sie schon immer mal wissen, wie Barack Obama seine Michelle kennen lernte? Dann sollten Sie sich diesen Film merken, denn er erzählt die Anfänge der Liebesgeschichte des amtierenden US-Präsidenten. Richard Tanne gibt sein Regiedebut und schrieb auch das Drehbuch – mutig würde ich sagen. Parker Sawyers und Tika Sumpter spielen das weltweit bekannte Paar in jungen Jahren.
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Der Titel ist das englische Wort für Dackel. Ich mag Filmemacher Todd Solondz (u.a. „Welcome to the Dollhouse“, „Happiness“) und muss sagen, allein wegen dem Titel hätte ich Lust den Film zu gucken. Greta Gerwig und Julie Delpy sind die Stars und es geht tatsächlich um einen süßen Dackel, der diversen Leuten unerwartet Freude bringt.
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Asif Kapadia wurde gerade für seinen Dokumentarfilm „Amy: The Girl Behind the Name“ (über Sängerin Amy Winehouse) für einen Oscar nominiert. Hier zeigt er die fiktive Story über zwei Teenager – einem Muslimen und einer Christin – im Jahre 1920 in Azerbaijan.
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Michael Shannon spielt einen Mann, der einer alten Flamme (Rachel Weisz) begegnet. Ich würde so ziemlich alles mit Shannon gucken, aber Regisseur Joshua Marston hatte zuvor mit „Maria voll der Gnade“ ebenfalls meine Aufmerksamkeit erregt – deshalb bin ich neugierig.
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Kenneth Lonergan ist ein Sundance-Liebling, der mit Werken wie „You Can Count On Me“ und „Margaret“ viele Fans hat. Deshalb werden alle garantiert in den Film mit Casey Affleck rennen. Dieser spielt einen Mann, der seinen Neffen großziehen muss, nachdem sein Bruder stirbt.
Ellen Page spielt eine Frau, die ein Baby vor einer reichen Frau „rettet“, die sich nicht anständig um das Kind kümmert. Netflix hat dieses Werk von Sian Heder (Drehbuchautorin für „Orange is the New Black“) bereits vor dem Festival gekauft.
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Die Story klingt komplett verrückt: Ein Mann freundet sich mit einer Leiche an, die am Strand angespült wurde. Wie bitte? Daniel Radcliffe, Paul Dano und Mary Elizabeth Winstead hat die bizarre Story zugesagt und sie alle sind dabei. Vielleicht überzeugte das komplett geisteskranke Musikvideo, das die Regisseure Daniel Scheinert und Daniel Kwan für DJ Snake und Lil Jon zum Song „Turn Down For What“ gedreht haben? Ich brenne darauf diesen Film zu sehen.
Julide Tanriverdi
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via Chebli Mohamed
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