mardi 27 octobre 2015

Die TV – Kolumne

AUF DEM WEG NACH SODOM

Nachts von Sender zu Sender zu wandern ist ein außerordentliches Vergnügen. Für BESSER geht Wolfgang Wieser auf Entdeckungsreise

Was Wissenschaftler mit Brusthaaren verbindet

Wer sich für ewig pubertierende nennen wir es augenzwinkernd ruhig die dunkle Seite des Rock ’n’ Roll begeistert, verehrt mit großer Wahrscheinlichkeit „Tenacious D.“ Diese Band besteht aus Kyle Gass, der sich hierzulande nicht gerade strahlender Berühmtheit erfreut, und Jack Black. Letzteren kennen wir als meist leicht zappeligen, überdrehten, schätzungsweise 1,68 Meter großen Wirbelwind aus Filmen wie „School of Rock“, „King Kong“ oder „Kings of Rock“. Oder eben aus „Year One – Aller Anfang ist schwer“ (Universal Channel HD), über den ich jüngst stolperte. Jack Black gibt darin den Steinzeitjäger Zed, der nach seiner Verbannung aus dem heimatlichen Dorf direkt in das Alte Testament (!) wandert. „Gehen wir nach Sodom“, sagt Mr. Black in dem Augenblick, in dem ich in diesen Film einsteige; es ist übrigens das letzte Werk von Regisseur, Autor und Schauspieler Harold Ramis (er starb fünf Jahre später 69-jährig an einer seltenen Autoimmunerkrankung). Der Mann hat Komödien-Highlights wie „Ghostbusters“, „Und täglich grüßt das Murmeltier“ oder „Reine Nervensache“ zu verantworten. „Year One“ ist mit Sicherheit nicht sein größter Hit, empfiehlt sich aber ob der eher einfach gehaltenen Witze (für die es vernichtende Kritiken auf Rotten Tomatoes gab) als leicht verständlicher Muntermacher zu später Stund’.

David Hasselhoff

David Hasselhoff © Splash News

Leicht verständlich (und dereinst mit großer Faszination und mit nicht geringem Amüsement betrachtet) war auch das Intro der längst zur Kultserie geadelten 1980er-Jahre-Produktion „Knight Rider“ (TNT Serie/HD). „Er kommt – Knight Rider – ein Auto, ein Computer, ein Mann.“ David Hasselhoff, heute 63, der uns in den 1990er-Jahren noch einmal erfreuen sollte (ehrlicherweise war es der Anblick seiner drallen Arbeitskolleginnen aus „Baywatch“). Erfolgstechnisch betrachtet, war Mr. Hasselhoff ein Zeitgenosse von George Alan O’Dowd, 54, besser bekannt als Boy George. In der Doku-Serie „I Am Cait“ (E!Entertainment/HD), die die Metamorphose eines Bruce Jenner zur Caitlyn Jenner begleitet, trat er – bei meinem kurzen Sidestep – als Gesangslehrer in Erscheinung. Erst erkannte ich George nicht, summte dann kurz seinen größten Hit „Do You Really Want To Hurt Me“, verabschiedete mich aber Sekunden später. Alle Akzeptanz für Transgender, aber nicht jede Expedition in unbekanntes Land, wie E!Entertainment/HD-Programmdirektor Jeff Olde Bruce Jenners Frauwerdung nannte, braucht meine Begleitung.

The Player © RTL Crime

The Player © RTL Crime

Als ungleich spannender entpuppte sich „The Player“ (mit Originalsound auf RTL Crime/HD). Die Grundidee ist so verrückt wie spektakulär: Ein geheimes Netzwerk von Superreichen schafft es dank eines Supercomputers, Verbrechen vorauszuberechnen. Sie wetten darauf, ob der Player (Alex Kane) sie verhindern kann. Schräg, aber spannend. Bis zum letzten Augenblick. Bis zu meinem letzten Augenblick – und das ist jetzt eine rasante Überleitung zum Schluss – werde ich jene Geschichte nicht vergessen, die ich auf Wikipedia über David Hasselhoff gelesen habe. Wissenschaftler haben 2010 eine in der Antarktis entdeckte Krabbe deshalb „Hoff Crab“ (Hoff-Krabbe) genannt, weil sie deren Borsten an Hasselhoffs Brusthaar erinnerten. Auch ganz schön pubertär, die Herren Forscher – oder?

Wolfgang Wieser

 

I Am Cait

ab 03.11. um 21:55 Uhr auf E!Entertaiment/HD

The Player

ab 06.11. um 22:00 Uhr auf RTL Crime/HD

Knight Rider

ab 08.11. um 21:55 Uhr auf TNT Serie/HD

Year One – Aller Anfang ist schwer 

am 21.12 um 21:00 Uhr auf Universal Channel/HD

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via Chebli Mohamed

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