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Lustigster Film, schrägste Komödie? Die Vorzeichen stehen jedenfalls auf viel, viel Vergnügen – denn Superstar George Clooney hat sich für „Hail, Caesar!“ wieder mit den Coen-Brüdern zusammengetan
Der erste „Auftritt“ des neuen Coen-Streifens wird regelrecht zelebriert. Informationen sickern nur tröpfchenweise durch, Interviews wollte sich George Clooney, der in dem Film einen 1950er-Superstar gibt, der wiederum den römischen Kaiser Julius Caesar spielt, nicht stellen. Wie gut der Film tatsächlich ist, wissen wir erst am 11. Februar (nach Redaktionsschluss dieser Ausgabe). Denn an diesem Tag läuft „Hail, Caesar!“ als Eröffnungsfilm bei der 66. Berlinale in Berlin, eine Woche später kommt er auch bei uns in die Kinos. All jene, die schon jetzt einen der lustigsten Filme des Jahres wittern, könnten allerdings durchaus recht haben – die Zutaten sprechen absolut für eine Komödie der Extraklasse.
Die Besetzung. Neben George Clooney ist bei „Hail, Caesar!“, der im goldenen Zeitalter Hollywoods spielt, eine Reihe hochkarätiger Stars dabei: Josh Brolin, Alden Ehrenreich, Ralph Fiennes, Jonah Hill, Scarlett Johansson, Frances McDormand, Tilda Swinton und Channing Tatum. Der Filmverleih bestätigte, dass es sich bei der aktuellen Produktion um den dritten und letzten Teil der „Numbskull Trilogy“ (so viel wie Deppentrilogie) handelt. Dazu zählen auch „O Brother, Where Art Thou? –
Eine Mississippi-Odyssee“ (2000) sowie „Ein (un)möglicher Härtefall“ (2003). Ganz offenbar hat George Clooney Vergnügen daran, sich in Produktionen der Coen-Brüder zum Narren zu machen. Die wiederum versprechen, dass Fans im dritten Teil der Deppentrilogie „viele kleine Details und Querverbindungen zu anderen Filmen entdecken“ werden. 2004, ein Jahr nach „Ein (un)möglicher Härtefall“, gaben die Brüder bereits erste Details zu diesem Projekt bekannt. Damals hieß es, dass
der Film die Story einer Schauspielertruppe in den 1920ern erzählen würde, die beabsichtige, ein Stück über das antike Rom zu inszenieren. Doch es dauerte weitere zehn Jahre, bis es so weit war: Im Dezember 2014 sollten Paparazzi George Clooney in römischer Rüstung bei den Dreharbeiten in Downtown Los Angeles fotografieren. In diesen zehn Jahren hatte sich die ursprüngliche Idee des Films völlig verändert. Jetzt war „Hail, Caesar!“ in das Hollywood der 1950er-Jahre übersiedelt.
Ein Star verschwindet. Worum es geht? Um einen Zwischenfall, der den Studiobossen schwer zu schaffen macht und der höchster Verschwiegenheit bedarf. Baird Withlock (George Clooney), der gerade noch für das Projekt „Hail, Caesar!“ – es gibt also einen Film im Film – vor der Kamera gestanden ist, ist verschwunden. Seine Entführer nennen sich „Die Zukunft“, und sie haben nur eine kurze Botschaft zurückgelassen: „Wir haben euren Filmstar. Organisiert 100.000 Dollar und wartet auf weitere Instruktionen. Wer wir sind? Die Zukunft.“ Es ist die Aufgabe eines „Fixers“ (eines Problemlösers), wie Eddie Mannix (Josh Brolin), den größten Star des Studios zurückzubringen, noch bevor die Klatschblätter davon erfahren. Mithilfe der weiteren Capitol-Stars Laurence Lorenz (Ralph Fiennes) und Tobey (Alden Ehrenreich) scheint Mannix es zu schaffen, das Geheimnis um das Verschwinden von Whitlock zu lüften, dabei geht aber schief, was nur schiefgehen kann.
Treu zu Los Angeles. Gedreht wurde in den Lot Studios in West Hollywood, im Rathaus von Los Angeles, im Los Angeles Theater und in Pasadena. Der Grund, den die Coen-Brüder für ihre Entscheidung, in Los Angeles zu filmen, nannten? Zuletzt gab es immer weniger Dreharbeiten in der Stadt. Vor dem Start der „Caesar“-Arbeiten, war deren Zahl sogar um einen zweistelligen Prozentsatz gesunken. Die Coen-Brüder sind seit mehr als 30 Jahren im Filmgeschäft, gelten als schräge Geschichtenerzähler – und sie schreiben, führen Regie und produzieren. Dass Clooney gern mit den Coens arbeitet, überrascht deshalb nicht. Wir gehen also davon aus, dass die Deppentrilogie großartig ist. Und hätten nichts dagegen, wenn Clooney dann sagte: „Veni, vidi, vici – ich kam, ich sah, ich siegte.“ Hail, Caesar!
Joseph Park
Hail, Caesar!
Filmstart: ab Februar im Kino
From Dusk Till Dawn
am 25.02., um 23:00 Uhr auf TNT Film
The Good German
am 28.02., um 20:15 Uhr auf Sky Emotion
Solaris
am 27.03., um 20:15 Uhr auf Sky Emotion
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via Chebli Mohamed
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