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Als Wahlkämpferin Jane Bodine soll sie in „Our Brand Is Crisis“ einem bolivianischen Präsidentschaftskandidaten zum Sieg verhelfen. BESSER sprach mit Sandra Bullock über Kinder, Kunst und das Wichtigste in ihrem Leben.
Wie gut sind Sie im persönlichen Krisenmanagement? Große Krisen habe ich rascher im Griff als kleinere. Wenn sich mein Sohn beim Ballspielen verletzt, krieg ich die Krise.
Haben Sie in solchen Krisensituationen ein Rezept parat? Eis, Schokolade oder Gummibärchen verfehlen nie ihre Wirkung, eigentlich sollten diese „Schmerzmittel“ jedem Patienten, ob klein oder groß, verordnet werden.
Interessieren Sie sich für Politik? Meistens frustriert mich das Geplänkel. Politik ist ein Power Game, hinter den Kulissen wird manipuliert, es geht um Big Business und Big Money.
Passen Politik und Ehrlichkeit zusammen? Solange Politik wie Big Business betrieben wird, bleibt relativ wenig Spielraum für Ehrlichkeit.
Verfolgen Sie den Präsidentschaftswahlkampf in den USA trotzdem? Jein, weil mich jede Wahl aufregt. Aber ich sehe mir die Standpunkte der Kandidaten an.
Welche Strategie würden Sie Hillary Clintons Team empfehlen? Was mich echt ärgert, sind die antifeministischen Kommentare über Hillary Clinton. Ich würde einen runden Tisch mit allen Kandidaten zum Thema Frauen, Qualifikation und Sachlichkeit anregen.
Was schätzen Sie an Hillary Clinton? Ihre Direktheit.
Wenn Sie Politik nur entfernt tangiert, warum wollten Sie in einem Politthriller mitspielen? Wie so oft im Leben spielt der Zufall eine gewaltige Rolle. Ich sah eine Dokumentation über die Freedom Riders (Anm.: Bürgerrechtsbewegung gegen Rassendiskriminierung in den US-Südstaaten). Darin erzählte eine junge Frau, dass sie das College der Friedensbewegung zuliebe aufgegeben habe. Dabei war sie die Erste in ihrer Familie, die ins College ging. Ihr Idealismus imponierte mir, und so hielt ich nach politisch orientierten Drehbüchern Ausschau.
Die Rolle der Jane Bodine war ursprünglich für einen Mann geschrieben. Was sagt das über Hollywood aus? Ich muss gestehen, ich habe damit gerechnet, dass meine Anfrage abgelehnt würde. Das Thema Gleichberechtigung wird in Hollywood so lang ein Thema sein, solang es keine gibt. Ich hatte Glück, denn George Clooney und Grant Heslov sind die Produzenten und haben zugestimmt, dass die Rolle eine Frau bekommt.
Sie haben auch einen neuen Mann an Ihrer Seite. Ist es korrekt, dass Sie mit Bryan Randall liiert sind? Der Name Bryan Randall ist mir untergekommen. Ich staune immer wieder, wie viele Männer ich auf dem Gewissen habe, bloß, weil ihr Name mit meinem in einem Atemzug gefallen ist. Daher: No comment.
Würden Sie wieder heiraten? Diese Möglichkeit schließe ich nicht aus, grundsätzlich aber vertrete ich die Ansicht: Heirat ist nicht zwingend vorgeschrieben. Das ultimative Geschenk im Leben ist, jemandem zu begegnen, der einen liebt und in jeder Lebenslage unterstützt.
Was ist Ihr Schönheitsgeheimnis, und wie gehen Sie mit dem Älterwerden um? Meine Haut ist mit 53 nicht so straff wie mit 30, und das Fitnesscenter ist auch nicht das Allheilmittel. Trotzdem gefalle ich mir besser als vor 20 Jahren. Warum? Weil ich glücklich bin und jeden Tag bewusster lebe. Vielleicht eine Alterserscheinung, aber eine, die es wert ist. Mit 30 hatte ich null Selbstwertgefühl.
Welche drei Dinge sind Ihnen wichtig? Mein Sohn. Louis ist die Nummer eins in meinem Leben und er ist der Grund, warum ich die vergangenen drei Jahre vom Filmgeschäft eine Auszeit genommen habe. Damals habe ich halb im Scherz gesagt: „Wenn ich es schaffe, meinen Sohn lebendig in die Vorschule zu bringen, halte ich mich für erfolgreich.“ Das Ziel habe ich erreicht, und ich bin mächtig stolz. Dann sind mir meine Familie und die Handvoll Freundinnen wichtig. Sie sind die beste Therapie, weil ich mich in ihrer Gegenwart fallen lassen kann. Und dann ist da noch mein Fauteuil. In ihm habe ich viele Tränen vergossen und viel gelacht – er ist Teil meines Lebens. Der Gedanke, in diesem Fauteuil alt zu werden, macht mich unendlich glücklich.
Barbara Gasser
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via Chebli Mohamed
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